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DM-Mannschaftsmedaille für Anna Glatzel (SV Wallenrod)

04.09.2010 21:02 von Steffen Möller

Schützen des SV Wallenrod mit ordentlichen Ergebnissen bei den Deutschen Meisterschaften - Katrin Dickert lässt Weltmeisterinnen hinter sich

Hochbrück. Die Mannschaft der Wallenröder Schützin Anna Glatzel, ein Trio des Fürther SV Hassia, hat sich bei den deutschen Meisterschaften im Schießsport einen Treppchenplatz gesichert. Mit 1736 Ringen kam das Team auf Rang drei der Mannschaftswertung in der Disziplin Kleinkaliber 60 Schuss liegend, Juniorenklasse B. Das waren gerade einmal vier Ringe weniger als bei dem Zweitplatzierten.

Ausgetragen wurden die Wettkämpfe auf der Olympia-Schießanlage in München-Hochbrück. Anna Glatzel schaffte in der Einzelwertung Rang 33 mit 573 Ringen. Ihrer Mannschaftskollegin Eva Holstein reichten 584 Ringe für Platz sieben, Yvonne Bär kam mit gerade einmal fünf Ringen weniger auf Rang 15. „Bei solchen Wettkämpfen können schon ein bis zwei Ringe beträchtliche Unterschiede in der Platzierung ausmachen“, erklärte André Jordan, Betreuer und und Sprecher des SV Wallenrod.

Die Kleinkaliberschützen hatten mit schwierigen Witterungsverhältnissen zu kämpfen. Es war regnerisch und stürmisch, was für alle Beteiligten den Wettkampf sehr schwierig machte. Glatzels Einzelergebnis mag zunächst nicht großartig erscheinen, so Jordan. Doch sie habe sehr viel mit Katrin Dickert trainiert, wodurch ihre Leistung wesentlich konstanter geworden sei. Immer wieder zeigt sich bei derartigen Wettkämpfen, dass konstante Leistungen zwar nicht unbedingt für hervorragende Einzelplatzierungen reichen, wohl aber ein wichtiger Beitrag zur Mannschaftswertung sein können.

Am vergangenen Freitag reisten alle Wallenröder Schützen mit Freunden und Fans an und unterzogen sich der äußerst peniblen Waffenkontrolle. Bereits an diesem Tag trat Thomas Harbach im Kleinkaliber-Dreistellungskampf (je 40 Schuss liegend, stehend, kniend) der Schützenklasse an: 1148 Ringe brachten ihn auf Platz 30.

Katrin Dickert hatte nach der langen Kleinkalibersaison einen erheblichen Trainingsrückstand beim Luftgewehr. Mit 40 Schuss in der Damenklasse schaffte Dickert 386 Ringe und damit Platz 97. Ihre letzte Zehnerserie brachte 99 Ringe, erst hier hatte sie die gewohnte Form erreicht. Die vier Erstplatzierten des Wettkampfes hatten übrigens alle 399 der 400 möglichen Ringe. Bei 60 Schuss mit dem Kleinkaliber schaffte Dickert in der Damenklasse 583 Ringe: Platz 19. Vier Ringe mehr hätten für den fünften Rang gereicht. Allerdings fiel Dickerts vorletzte Serie mit 94 Ringen recht schwach aus. Bei der letzten Serie allerdings schaffte sie die vollen 100. Immerhin: Sie ließ die mehrfache Weltmeisterin Sonja Pfeilschifter hinter sich, die mit 581 Ringen auf den 29. Platz kam. Auch die amtierende Weltmeisterin im Kleinkaliber-Schießen, Barbara Lechner, lag mit 582 Ringen und Rang 26 hinter Dickert.

Erstmals für eine deutsche Meisterschaft qualifiziert hatte sich Reinhard Sorg. Mit 60 Schuss mit dem Luftgewehr in der Schützenklasse zog er sich nach anfänglichen Schwierigkeiten gut aus der Affäre: 575 Ringe bedeuteten Platz 135. Auch bei ihm machte sich die sehr lange Konzentration auf die Kleinkaliber-Saison noch deutlich bemerkbar. Thomas Harbach schoss sich im selben Wettkampf mit 580 Ringen auf Rang 98.

Luftgewehr-Vorbereitung

Nach Angaben von André Jordan bereiten sich die Wallenröder von nun an gezielt auf die Luftgewehr-Saison vor, insbesondere die erste Mannschaft, die zum fünften Mal in Folge in der zweithöchsten Liga, der Regionalliga West, an den Start gehen wird. Eines der nächsten Vorhaben ist ein Mitte September bei Köln stattfindender Testwettkampf mit einer Bundesliga-Mannschaft und zwei Teams aus der Rheinlandliga.

A. Jordan

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